Medienmitteilung – UNO-Konferenz zur Stellung der Frau (CSW)

CSW endet nach zähen Verhandlungen in Abschlussdokument mit Kompromissen

 

SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz ist erfreut, dass sich die internationale Staatengemeinschaft nach langen und intensiven Verhandlungen auf ein Abschlussdokument für die diesjährige Versammlung der UNO-Commission on the Status of Women (CSW) einigen konnte. Sozialer Schutz, öffentliche Dienstleistungen und nachhaltige Infrastruktur lauteten die prioritären Themen der 63. Session von CSW, die vom 11. – 22. März in New York stattfand. SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz war als NGO-Vertreterin Teil der Schweizer Delegation, die Alain Berset zum Auftakt von CSW anführte.

 

Das Abschlussdokument bedeutet zwar in Bezug auf die sexuellen und reproduktiven Rechte und Gesundheit einen bescheidenen Status Quo. Angesichts des aktuellen Umfelds, mit starken Angriffen auf die Frauenrechte, kann dies aber als Erfolg verbucht werden. In ihrer Abschlusserklärung empfehlen die UNO-Staaten unter anderem, in den sozialen Schutz, öffentliche Dienstleistungen und nachhaltige Infrastruktur zu investieren – drei Bereiche, die auch für die SRHR von Bedeutung sind. Zudem sollen die Staaten verhindern, dass erreichte Fortschritte durch Budgetkürzungen oder Sparprogramme unterwandert oder gar rückgängig gemacht werden. Im weiteren wird empfohlen, unbezahlte Betreuungs-, Pflege- und Familienarbeit anzuerkennen, zu reduzieren sowie neu zu verteilen. Diese Aufgaben sollen gerechter zwischen Mann und Frau aufgeteilt und Genderstereotypen überwunden werden.  Dazu sollen beispielsweise Massnahmen wie der Vaterschaftsurlaub und die Elternzeit –  als Ergänzungen zum Mutterschaftsurlaub –  beitragen.

 

Die UN-Commission on the Status of Women ist das zentrale Gremium der UNO, das sich mit der Geschlechtergleichstellung und den Frauenrechten befasst. An der diesjährigen Konferenz haben neben den offiziellen Regierungsdelegationen mit rund 2000 Delegierten, darunter 86 Minister, mehr als 5000 Verterter_innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen teilgenommen. Neben den offiziellen Veranstaltungen fanden über 450 Nebenveranstaltungen zum Thema.

 

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