In der Schweiz sind verschiedene sexuell übertragbare Infektionen meldepflichtig: HIV, Chlamydiose, Gonorrhö, Hepatitis A, B und C, und Syphilis. Wird eine dieser Infektionen diagnostiziert, muss das dem jeweiligen kantonsärztlichen Dienst und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) gemeldet werden.

Auf der Grundlage dieser Meldungen werden unter der Leitung des BAG regelmässig Studien über die meldepflichtigen sexuell übertragbaren Infektionen durchgeführt. Das geschieht auf der Grundlage des Bundesgesetzes über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (Epidemiengesetz).

 

Die Zahl der neuen Diagnosen, die jedes Jahr gemeldet werden, ist nicht gleichzusetzen mit der tatsächlichen Zahl neuer Infektionen in der Schweiz: wenn jemand mit einer Infektion nicht zum Arzt geht, dann wird die Infektion auch nicht erfasst. Das geschieht häufig bei Infektionen, die wenig Symptome machen.

Dementsprechend geben die epidemiologischen Zahlen, die das BAG regelmässig veröffentlicht, immer nur die diagnostizierten Infektionen wieder. Das bedeutet, dass epidemiologische Trends nicht immer den realen Verlauf von Epidemien abbilden, sondern auch nur das Testverhalten in der Bevölkerung spiegeln können.

 

Die leichter sexuell übertragbaren Infektionen sind auch viel stärker verbreitet ‑ und eher bei jüngeren Menschen, da diese durchschnittlich sexuell aktiver sind. Der grössere Teil aller neuen Infektionen wird in den grossen städtischen Agglomerationen diagnostiziert, und insgesamt sind Menschen im sexuell aktiveren Alter (25- bis 35-jährige Personen) eher betroffen sind (letzteres trifft nicht zu bei HIV). Ungeschützte vaginale, anale und orale Sexualkontakte mit neuen Partnern, bzw. mit Gelegenheitspartnern, sind die bei weitem wichtigsten Infektionsquellen für die sexuell übertragbaren Infektionen.

 

Als Partner des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur Umsetzung des nationalen Programms „HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen“ (2011-2017), engagiert sich SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz dafür, dass alle Menschen in der Schweiz bezüglich Geschlechtskrankheiten genügend informiert und sensibilisiert sind und ihre Schutz-, Test- und Therapiemöglichkeiten dementsprechend kennen.

 

SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz beteiligt sich zudem am schweizerischen System der Surveillance der sexuell übertragbaren Infektionen.

 

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