SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz setzt sich sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene für die Promotion und die Einhaltung der sexuellen Rechte ein: politisch, fachlich, sozial und strukturell.

Die sexuellen Rechte sind Menschenrechte und in der Deklaration der sexuellen Rechte der International Planned Parenthood Federation (IPPF) festgehalten.

Die sexuellen Rechte sind sexualitätsbezogene Menschenrechte, die aus dem Recht aller Menschen auf Freiheit, Gleichstellung, Privatsphäre, Selbstbestimmung, Integrität und Würde abgleitet werden.

Die Artikel der Charta der sexuellen Rechte von IPPF umfassen:

  1. Das Recht auf Gleichstellung, gleichen Schutz durch das Gesetz und Freiheit von allen Formen der Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Sexualität oder Gender
  2. Das Recht auf Partizipation unabhängig von Geschlecht, Sexualität oder Gender
  3. Die Rechte auf Leben, Freiheit, Sicherheit der Person und körperliche Unversehrtheit
  4. Das Recht auf Privatsphäre
  5. Das Recht auf persönliche Selbstbestimmung und Anerkennung vor dem Gesetz
  6. Das Recht auf Gedanken und Meinungsfreiheit, das Recht auf freie Meinungsäusserung und Versammlungsfreiheit
  7. Das Recht auf Gesundheit und das Recht, am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben
  8. Das Recht auf Bildung und Information
  9. Das Recht auf freie Entscheidung für oder gegen die Ehe und für oder gegen die Gründung einer Familie sowie das Recht zu entscheiden, ob, wie und wann Kinder geboren werden sollen
  10. Das Recht auf Rechenschaftspflicht und Entschädigung

 

UNIVERSAL PERIODIC REVIEW

Der Universal Periodic Review, die allgemeine regelmässige Überprüfung, ist ein spezielles Verfahren der UNO, mit dem jeder UNO-Mitgliedstaat alle vier Jahre vor dem UNO-Menschenrechtsrat auf die Einhaltung der Menschenrechte überprüft wird. Der überprüfte Staat erhält an von den anderen UNO-Ländern in Form eines Dialogs spezifische Empfehlungen zur Verbesserung der Menschenrechtssituation, muss dazu Stellung beziehen und in den kommenden vier Jahren die akzeptierten Empfehlungen umsetzen sowie die erzielten Fortschritte in einem Bericht vorweisen.

 

Die Schweiz wurde am 9. November 2017 zum dritten Mal vor dem UNO-Menschenrechtsrat überprüft. 111 UNO-Mitgliedstaaten haben insgesamt 251 spezifische Empfehlungen zur Verbesserung der Menschenrechtssituation an die Schweiz gerichtet. Mehrere Empfehlungen betraffen die Themen aus dem Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, wie Gewalt gegen Frauen, Geschlechtergleichstellung sowie Diskriminierungen von LGBTI Personen.

 

SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz hat aktiv am Prozess des Universal Periodic Reviews teigenommen und im März gemeinsam mit der Sexual Rights Initiative einen Schattenbericht beim UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte eingereicht. Der Bericht fokussiert auf Menschenrechtsverletzungen im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte.