Das Recht auf Sexualaufklärung wird in der Schweiz regelmässig attackiert, obwohl sie das Fundament für die sexuelle Gesundheit bildet.

Sexualaufklärung ermöglicht es Kindern und Jugendlichen sexuelle Rechte zu erklären und stärkt dadurch ihre ganzheitliche Entwicklung. Sie lernen eine positive Herangehensweise an die Sexualität kennen und werden sich ihrer Bedürfnisse, ihrer Grenzen, ihrer Rechte wie auch ihrer Pflichten bewusst.

 

Sexualaufklärung ist ein wichtiger Teil der Allgemeinbildung. Sie trägt unter anderem zur Chancengleichheit und zur Prävention vor sexueller Gewalt, Homophobie, unerwünschten Schwangerschaften und sexuell übertragbaren Infektionen (IST) bei.

Sexualaufklärung soll allen Kindern und Jugendlichen in der Schweiz anhand von angepassten Programmen zugänglich sein. Diese Programme sind den Bedürfnissen und dem Alter angepasst und werden von externen Fachpersonen der sexuellen Gesundheit in Zusammenarbeit mit Lehrpersonen und Eltern vermittelt.

Bildung zur sexuellen Gesundheit beinhaltet eine außerschulische Bildung und Erziehung seitens der Eltern sowie eine Sexualaufklärung, welche die Schule als öffentliche Institution sicherstellt.

 

Aktivitäten welche SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz durchführt, um das Recht auf Sexualaufklärung zu fördern:

 

Bildung einer Allianz für Sexualaufklärung in der Schweiz (2015)

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Forschung über sexuelle Rechte als Basis für Sexualaufklärung in der Schweiz (2015-2018)

Das Forschungsprojekt wir gemeinsam mit den beiden Hochschulen für soziale Arbeit Genf und Luzern und SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz durchgeführt. Es handelt sich um eine qualitative Studie welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Regionen in der Schweiz analysiert.

Das Forschungsprojekt basiert auf der Wahrnehmung von Sexualaufklärung der Empfänger (Jugendliche, Eltern, Lehrpersonen). Vor allem geht es darum zu verstehen ob und wie die sexuellen Rechte (z. B. das Recht auf körperliche Unversehrtheit) in der familiären und der schulischen Sexualaufklärung berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang versucht die Studie zu ermitteln ob die betroffenen Personen Wissen über sexuelle Rechte haben und sie diese sachdienlich für Sexualaufklärung finden. Die Ergebnisse der Forschung werden in die Entwicklung von Empfehlungen für Sexualaufklärung, in der Praxis wie auch für die Weiterbildung, einfliessen.

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Die Ergebnisse der Studie wurden an zwei nationalen Fachtagungen präsentiert :

  • Die sexuellen Rechte als Grundlage für die Sexualaufklärung in der Schweiz – Wahrnehmung und Praxis der Sexualaufklärung im familiären und informellen Umfeld, 16.09.2016, Genf
  • In der Schule über sexuelle Rechte sprechen – eine Selbstverständlichkeit, ein Ideal, ein Luxus?” – Wahrnehmung aus Sicht der Schule, der Eltern und Jugendlicher und mögliche Perspektiven für eine umfassende Sexualaufklärung in der Schweiz, 7.09.2018, Fribourg

 

Kampagne omg-sex.ch (2016-2018)

OMG-SEX ist eine Kampagne von SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz, die darauf abzielt, die sexuellen Rechte zu fördern und sexuell übertragbare Infektionen zu verhindern. Sie basiert auf der Website www.omg-sex.ch. Mit vielen “memes” werden Informationen über sexuelle Rechte und Sexualität vermittelt und Links führen zu weiteren Informationsquellen. Die Zielgruppe dieser Kampagne sind junge erwachsene Männer zwischen 20 und 30 Jahren.

Diese Kampagne wurde zwischen 2016 und 2018 in Rekrutierungs- und Gesundheitszentren der Armee in der ganzen Schweiz durchgeführt.

Im Jahr 2018 wurde die Kampagne vom Büro Vatter evaluiert.

 

 

Kontaktperson:
Caroline Jacot-Descombes
caroline.jacot-descombes@sexuelle-gesundheit.ch
Tel +41 21 661 22 33