SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz setzt sich dafür ein, dass Frauen bei der Frage eines Schwangerschaftsabbruchs ihr Selbstbestimmungsrecht wahren können und dass sie Zugang zu einem legalen und medizinisch fachgerecht durchgeführten Schwangerschafts-abbruch haben.

Schweizerisches Gesetz zur Fristenregelung

Der Schwangerschaftsabbruch ist in der Schweiz im Strafgesetzbuch in Artikel 118-120 geregelt. Die neue Regelung wurde in der Volksabstimmung vom 2. Juni 2002 mit einem deutlichen Ja-Stimmenanteil von 72,2% angenommen und ist am 1. Oktober 2002 in Kraft getreten.

 

Fristenregelung

In den ersten 12 Wochen einer Schwangerschaft (seit Beginn der letzten Periode) liegt der Entscheid über deren Abbruch bei der Frau. Die Frau kann ein schriftliches Gesuch stellen, das „geltend macht, sie befinde sich in einer Notlage“ (Art. 119, schweizerisches Strafgesetzbuch). Nach Ablauf der Frist ist der Abbruch straflos, wenn er nach ärztlichem Urteil notwendig ist, um von der Frau eine schwerwiegende körperliche Schädigung oder eine schwere seelische Notlage abzuwenden.

Für junge Frauen unter 16 Jahren ist ein Beratungsgespräch vor dem Schwangerschaftsabbruch bei einer dafür anerkannten Beratungsstelle obligatorisch. Diese Stellen werden kantonal anerkannt (Art. 120 c., schweizerisches Strafgesetzbuch).

 

Schweizerisches Strafgesetzbuch Artikel 118-120

 

Aktivitäten und Dienstleistungen

Arbeitskommission Schwangerschaftsabbruch

SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz führt eine Arbeitskommission mit ExpertInnen aus dem Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit. Die Kommission beobachtet die Umsetzung des Gesetzes auf nationaler Ebene und ist Anlaufstelle für Rückmeldungen von Fachleuten und Frauen in Bezug auf den Ablauf eines Schwangerschaftsabbruchs. Sie bezieht Position zu aktuellen Tendenzen und gibt Stellungnahmen heraus.

 

Kontaktperson:
Christine Sieber
christine.sieber@sexuelle-gesundheit.ch
Tel. +41 31 311 44 08

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