SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz setzt sich für das Recht auf Unversehrtheit des Körpers ein. Sexuelle Rechte sind sexualitätsbezogene Menschenrechte.

Die genitale Beschneidung von Mädchen und Frauen (Female Genital Mutilation, FGM) umfasst die partielle oder totale Entfernung oder sonstige Verletzung der äusseren weiblichen Genitalien aus kulturellen oder anderen nicht therapeutischen Gründen.

Seit 1. Juli 2012 verbietet das schweizerische Strafrecht in Artikel 124 jegliche Form der weiblichen Genitalverstümmelung. Das Verbot bezieht sich auch auf genitale Beschneidungen von Frauen und Mädchen, die im Ausland vorgenommen werden. Diese Gesetzesänderung basiert auf einer parlamentarischen Initiative aus dem Jahr 2005 von Maria Roth-Bernasconi, Mitglied der parlamentarischen Gruppe KAIRO+.

2015 hat der Bundesrat beschlossen, das Engagement gegen genitale Beschneidung von Frauen und Mädchen zu verstärken. In der Folge gab das Bundesamt für Gesundheit BAG und das Staatssekretariat für Migration SEM das Projekt «Massnahmen gegen weibliche Genitalverstümmelungen 2016-2019» in Auftrag.

SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz ist Teil der Kooperationsgemeinschaft, die von BAG und SEM mit dem Projekt betraut worden ist. Die Kooperationsgemeinschaft mit Caritas Schweiz, TERRE DES FEMMES Schweiz und dem Schweizerischen Kompetenzzentrum für Menschenrechte gründete 2016 das «Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz».

 

Aktivitäten und Dienstleistungen

  • Kooperationspartnerin und Teil des Netzwerks gegen Mädchenbeschneidung Schweiz. Das Ziel ist, gefährdete Mädchen und Frauen vor weiblicher Genitalbeschneidung zu schützen und die medizinische Versorgung für die Betroffenen zu gewährleisten. Das Projekt ist auf 4 Jahre befristet (2016-2019). SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz ist zuständig für den Aufbau von regionalen Anlaufstellen in der ganzen Schweiz. Weitere wichtige Teile des Projekts sind die Informationsplattform für Betroffene und Fachpersonen, welche im Mai 2017 online geht, die Sensibilisierung von Fachpersonen, Communityarbeit und Vernetzungsarbeit.
  • Mitarbeit in der Nationalen Arbeitsgruppe gegen weibliche Genitalbeschneidung in der Schweiz (AG FGM). Die Arbeitsgruppe wurde 2012 auf Initiative verschiedener nichtstaatlicher und staatlicher Akteure gegründet und wird vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) administrativ geleitet. Die AG FGM hat zur Vision, dass Migrantinnen in der Schweiz vor weiblicher Genitalbeschneidung geschützt sind und die besonderen Bedürfnisse der von FGM betroffenen oder bedrohten Migrantinnen im Sozial-, Integrations-, Asyl- und Gesundheitswesen berücksichtigt werden. Damit leistet die Schweiz einen Beitrag zu den internationalen Bemühungen gegen weibliche Genitalbeschneidung.
  • Mitgestaltung eines Workshops an der UNICEF-Tagung zu FGM im 2012 in Zusammenarbeit mit Caritas Schweiz.

 

Kontaktpersonen:
Christine Sieber
christine.sieber@sexuelle-gesundheit.ch
Tel. +41 31 311 44 08
Susanne Rohner
susanne.rohner@sexuelle-gesundheit.ch
Tel. +41 31 311 44 08

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